Der „kranke“ Wahnsinn – Gold, Silber und Bronze für BSP Hamburg Athlet*innen bei der DEM U15-U19 2025

Bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften in Hoyerswerda – für Insider auch HoyWoy genannt – gab es für die Athletinnen und Athleten vom Bundesstützpunkt Hamburg einiges zu erleben – und neben dem Sportlichen sollte bei diesen Meisterschaften der Wettkampf gegen Bakterien und Viren noch im Fokus stehen – doch lest selbst.

Denn es begab sich zu einer Zeit, genauer Donnerstagmittag, da sich der Tross, bestehen aus 20 Spielerinnen und Spielern, Eric, Tanner, Kjell und der Leistungssportkoordinator – wer kennt ihn nicht – sich gen Südosten auf den Weg machte. Der Start verlief planmäßig, ebenso der Check-in sowie das abendliche Essen. Doch bereits am Abend kam mit einer ersten Magenverstimmung ein Spieler zu uns und eröffnete das Krankenlazarett – der Kampf gegen die Keime begann.

Am Freitagmorgen gab es leider direkt die nächsten Krankmeldungen, wodurch Paarungen nicht mehr an den Wettkämpfen teilnehmen konnten und nur zum Teil in neue Konstellationen gebracht werden konnten. Dann standen aber endlich die sportlichen Wettkämpfe an, hier gewannen sowohl Frederik Volkert (SSW) mit Helena Huang (Hessen) als auch Monique Schütt (Horner TV) mit Cedric Pascher (NRW) ihre Halbfinal-Spiele. Kleiner Wehrmutstropfen: Jannes Ernst (BC Tempelhof) verlor sein Halbfinale mit Ailin Zheng (Bayern). Und großer Wehrmutstropfen: Milan Zeisig (Berliner Brauereien) konnte mit seiner Berliner Partnerin Laira Röhl (Berlin) kein Mixed spielen, da Laira fehlt – zu schade, da beide vor ein paar Wochen noch bei dem EYOF Gold gewonnen hatten…

Spannende und lehrreiche Matches lieferten sich am Freitag noch viele Hamburg Spieler, so bleibt Kalles (Rosenbaum | ETV) unfassbares Einzel in Erinnerung, welches im ersten Satz beim Stand von 29:29 zu seinen Ungunsten ausfiel und dann am Ende leider auch das gesamte Spiel. Zudem verloren wir an diesem Tag nicht nur das Mixed-Spiel von Kalle und Minchang Zhang (ETV), sondern auch Minchang an den Endboss „Krankheit“.

Einen doppelten Kampf aufnehmen musste dann am Samstagmorgen auch noch Frederik, der sich tapfer durch seine zwei Einzel spielte und den Großteil des Tags auf dem Hotelzimmer schlief, um sich auszukurieren. Dadurch musste das an drei gesetzte Doppel mit Max Hahn (SSW) aufgelöst werden, der sich nun aber mit Nico Wang (Horner TV) im Doppel gegen eine hessische Paarung lange behauptete aber am Ende leider verlor. Eine knappe Niederlage im Viertelfinale konnte auch Bruno Rduch – der uns wieder helfend beim Turnier unterstützte – nicht verhindern: Beana Arem (BC 68) und Vanessa Dinh (SSW) hatten gegen die EM-Teilnehmerinnen Jule/Ailin den ersten Satz gewonnen und sich im zweiten bis auf 20:19 ran gekämpft – verloren diesen und anschließend den dritten Satz jedoch. Kämpferisch und spielerisch aber eines der besten Damendoppel-Spiele des Turniers – meine Meinung.

Der Finaltag sollte nun die drei brennenden Fragen beantworten:
WER gewinnt Gold-Silber-Bronze?
WIE steht der kranke, geschwächte und so gut wie ohne Nahrung in sich habende Frederik diesen Tag durch?
WAS ist nur mit den Jalousien/Rollläden in der Halle los, die für sich ständig ändernde, teilweise blendende Lichtverhältnisse in der Halle sorgen?

And the winner is: Milan Zeisig und Frederik Volkert – jeweils im Jungeneinzel ihrer Altersklasse! Und beide dominant und ohne Satzverlust, wobei Milan es mit einem „Sportsfreund“ zu tun hatte, bei dem Sportpsychologie (leider) wichtiger war als das Badmintonspiel. Und bewundernswert bleibt Frederik, wie er sich ohne zu beklagen in seinen Einzeln behauptete – die „Wundermedizin“ wird später natürlich noch verraten!
Die Silbermedaille gewann Monique sowie Frederik im Mixed sowie Mats im Einzel – Gratulation natürlich auch hier von uns!
Und die Bronzemedaille konnte von Jannes im Mixed um im Einzel (U19 wohlgemerkt!) errungen werden – Glückwünsche auch hier!

Und somit bleibt zum Schluss: Herzlichen Glückwunsch allen teilnehmenden Spieler*innen!!!
Deutscher Badminton Verband – Deutsche Einzelmeisterschaften U15-U19 Hoyerswerda 2025 – Gewinner / Wertung

Und wer jetzt noch nicht aufhören kann mit lesen ist selber schuld, wobei, dass Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss – offside the court:

#duale Karriere
Das fällt auf und das ist toll: bei einem unserer Lieblingslandesverbände, dem hessischen, wer es nicht weiß (logisch, weil auch HBV), setzt man früh auf die duale Karriere – und das im musischen Bereich! Inspirierend und wir freuen uns auf eine Hörprobe – im nächsten Jahr vielleicht?

#Muskeln spielen lassen
Die Spar- und Spionier-Füchse aus Hamburg waren am Donnerstagabend noch kurz in der Sporthalle, um die Gegebenheiten zu checken und den kostenlosen Parkplatz davor zu nutzen (das Hotel mit kostenpflichtigen Parkplatz war fußläufig erreichbar). Auf dem Weg zum Einkauf nahmen die Trainer des HBV aber scheinbar noch einen kurzen Abstecher in das nebenstehende Gebäude…wie finden wir das?!

#Hamburger Wappen?
Was sehen unsere geröteten Augen? Bei der Auftaktzeremonie hält Miya doch nicht das Hamburger Wappen in der Hand – oder doch? Was ist passiert? Man weiß es nicht und es bleiben Fragen, ähnlich wie bei der Hamburger Wochenzeitung „ZEIT“, welche das Bremer Wappen auf der Titelseite ziert. Wobei, hier gibt es des Rätsels Lösung…

#Weihnachtszeit – Klausurenzeit
Wohl auch aufgrund des kurzen Schuljahres mussten notgedrungen gleich vier Spielerinnen und Spieler an dem Wochenende Schularbeiten schreiben – von Freitagmorgen bis Freitagabend – alles war dabei und wir drücken natürlich die Daumen, dass es gute Noten geworden sind – im Falle von Breana eine mindestens so gute Note wie die Pizza geschmeckt hat…

#High-End-Turnier
Und das ist wirklich ernst gemeint: was die technische Ausstattung angeht, automatisches Aufrufen, Tablet-Bedienung etc. war dieses Turnier wirklich erstklassig. Es ist doch immer toll zu sehen, dass auch hinter dieser Fassade manchmal banale Mittel notwendig sind, um alles scheinen zu lassen.

#Kein High-End-Turnier
Alle die dabei waren kennen nun die Bedingungen vor Ort – schwierig, aber damit mussten alle zurecht kommen. Wir wollen hier auch in kein Gejammer oder Geschimpfe einfallen, aber zumindest für diejenigen die sich ein Bild machen wollen, das war der Platz vom Spielfeld zur Tribüne –>

#Wohlers hilft – 1.0
Fehlt hier etwas ein Schiedsrichter? Wohl demjenigen, der Familie Wohlers dabei hat – und das waren wir! Natürlich springt ein Thorsten Wohlers hier gern ein und pfeift – bis ins Finale – mit. Das ist allemal Gold wert!

#Wohlers hilft – update 1.1
Unsere medizinische Abteilung war leider nicht gut besetzt… Wohl demjenigen, der Familie Wohlers dabei hat – und das waren wir! Maya hat uns nicht nur mit Medizin (Ibu) versorgt sondern auch bei den schwierigsten Patienten kompetent beraten – und damit auch einen Teil zu Frederiks Erfolg beigetragen. Wir lösen also auf: die „Wundermedizin“ war die Beratung mit Maya und diese Produkte (welche es sicherlich auch von anderen Marken gibt):

#Ein Tusch zu viel
Große Freude machte uns der Spielmannszug vor Ort, der das Turnier – zwar etwas verspätet, aber besser spät als nie – eröffnete und zur Siegerehrung noch einmal erschien. Nach einem langen Wochenende und einem langen Finaltag freut man sich auf eine – in der Regel – zügig verlaufende Siegerehrung. Wenn dann nach fast jeder Medaillenübergabe einer Altersklasse ein „Tusch“ kommt, ist das leider einer zu viel…

Und damit mir das nicht passiert, endet dieser Bericht genau hier – wir freuen uns auf das nächste Turnier sowie die nächsten Deutschen Meisterschaften 2026!